Laubfang in Dachrinnen montieren – kleiner Aufwand mit großer Wirkung

Laubfang in Dachrinnen montieren – kleiner Aufwand mit großer Wirkung

Wenn der Herbst kommt und die Bäume ihr Laub verlieren, landet ein Großteil davon nicht nur im Garten, sondern auch in den Dachrinnen. Blätter, Zweige und Schmutz können sich dort ansammeln und den Wasserabfluss behindern. Die Folge: verstopfte Rinnen, überlaufendes Regenwasser und im schlimmsten Fall Feuchtigkeitsschäden an Fassade oder Mauerwerk. Zum Glück gibt es eine einfache Lösung – Laubfangsysteme. Sie sind schnell montiert, kosten wenig und schützen Haus und Dach langfristig.
Warum ein Laubfang sinnvoll ist
Dachrinnen haben die Aufgabe, Regenwasser zuverlässig vom Dach in die Fallrohre und weiter in die Entwässerung zu leiten. Wird dieser Ablauf durch Laub oder Schmutz blockiert, kann das Wasser überlaufen und in die Bausubstanz eindringen. Besonders bei älteren Gebäuden oder schlecht abgedichteten Fassaden kann das zu teuren Sanierungen führen.
Ein Laubfang wirkt wie ein Filter: Er lässt das Wasser ungehindert abfließen, hält aber Blätter und größere Partikel zurück. Diese bleiben oben auf dem Gitter oder Netz liegen und können leicht entfernt werden. So bleibt das System funktionsfähig, und die Reinigung der Dachrinne wird deutlich seltener nötig.
Verschiedene Arten von Laubfängen
Je nach Dachrinnenform, Material und persönlicher Vorliebe gibt es unterschiedliche Varianten:
- Laubschutzgitter oder -netze – die gängigste Lösung. Sie werden direkt in oder auf die Dachrinne gelegt und bestehen meist aus Kunststoff oder Metall. Sie lassen sich individuell zuschneiden und einfach einpassen.
- Laubfangkörbe für Fallrohre – werden am oberen Ende des Fallrohrs eingesetzt und verhindern, dass Blätter in das Rohr gelangen.
- Bürsteneinsätze – sehen aus wie große Flaschenbürsten, die in die Rinne gelegt werden. Sie halten grobes Laub zuverlässig zurück und sind leicht zu reinigen.
- Integrierte Systeme – bei modernen Dachrinnen sind Laubschutzlösungen oft schon fest eingebaut und erfordern kaum Wartung.
Wichtig ist, dass das Material witterungsbeständig ist und zur Größe und Form der Dachrinne passt. In Deutschland sind viele Systeme genormt, sodass sie sich problemlos nachrüsten lassen.
Schritt-für-Schritt: So montieren Sie den Laubfang
Die Montage ist unkompliziert und kann in der Regel selbst durchgeführt werden. Sie benötigen lediglich eine stabile Leiter, Arbeitshandschuhe und eventuell eine Schere oder Zange.
- Rinne reinigen – Entfernen Sie Blätter, Moos und Schmutz, damit das Wasser frei abfließen kann.
- Länge messen – Schneiden Sie das Gitter oder Netz auf die passende Länge zu.
- Laubfang einsetzen – Je nach System wird der Laubfang einfach eingelegt, eingeklickt oder mit Clips befestigt.
- Übergänge prüfen – Achten Sie darauf, dass keine Lücken entstehen, durch die Blätter hindurchrutschen könnten.
- Funktionstest – Gießen Sie etwas Wasser in die Rinne, um sicherzustellen, dass der Abfluss einwandfrei funktioniert.
Für ein Einfamilienhaus dauert die Montage meist nicht länger als ein bis zwei Stunden – eine kleine Arbeit mit großem Nutzen.
Pflege und Lebensdauer
Auch mit Laubfang sollten Dachrinnen regelmäßig kontrolliert werden – idealerweise im Frühjahr und im Herbst. Entfernen Sie Laub, das sich auf dem Gitter gesammelt hat, und prüfen Sie, ob das Wasser ungehindert abläuft.
Hochwertige Laubfangsysteme aus Edelstahl oder UV-beständigem Kunststoff halten viele Jahre. In Regionen mit vielen Bäumen oder starkem Wind kann es sinnvoll sein, den Zustand häufiger zu überprüfen.
Eine lohnende Investition
Die Kosten für einen Laubfang sind gering im Vergleich zu möglichen Wasserschäden oder aufwendigen Reinigungsarbeiten. Schon mit einem überschaubaren finanziellen und zeitlichen Aufwand lässt sich das Haus effektiv schützen.
Einmal montiert, sorgt der Laubfang dafür, dass Regenwasser zuverlässig abfließt – und Sie können den Herbst entspannt genießen. Ein kleiner Aufwand, der sich auf lange Sicht wirklich auszahlt.















